Rammstein-Fans kennen das Spiel: Sobald irgendwo ein neuer Songtitel auftaucht, läuft die Gerüchteküche heiß. Diese Woche war es wieder so weit. Am 16. Juni fanden die Leute von RammWiki gleich fünf neue Einträge in der Datenbank der GEMA – jener Gesellschaft, die in Deutschland die Verwertungsrechte an Musik verwaltet.
Konkret geht es um diese fünf Titel:
- Ja Nein Rammstein
- Wir Sind Wir
- Besser Als
- Hätte Hätte
- Sei Still
Was man über die Songs schon weiß
Werde Teil der Community
Tausende Fans. Ein Member Pass. Kostenlos registrieren & verbinden.
Ganz unbekannt ist nicht jeder dieser Titel. „Ja Nein Rammstein" dürfte vielen Live-Besuchern sofort etwas sagen – es ist der Refrain von „Ramm 4". Dabei handelte es sich bislang nur um einen Arbeitstitel: Der Song entstand bereits vor der Tour 2016 und wurde seitdem ausschließlich auf der Bühne gespielt, unter anderem zwischen 2016 und 2019 und noch einmal 2024. Eine offizielle Studioversion gibt es bis heute nicht.
Auch „Sei Still" ist kein komplett neuer Begriff. Der Titel tauchte schon 2018 auf einem Promo-Foto auf, das damals von einer Marketing-Agentur veröffentlicht wurde, die mit der Band zusammengearbeitet hatte. „Wir Sind Wir", „Besser Als" und „Hätte Hätte" sind dagegen bislang komplette Blackboxes – keine Live-Auftritte, keine Leaks, keine Vorgeschichte.
Bitte nicht überdeuten: Das ist (noch) kein neues Album
Und jetzt der Teil, der gerne untergeht: Eine GEMA-Registrierung ist kein Albumankündigung und schon gar keine Bestätigung für ein achtes Studioalbum. Solche Einträge sind in erster Linie ein verwaltungstechnischer Schritt, mit dem Rechte gesichert werden – sie sagen wenig darüber aus, wann und in welcher Form Musik tatsächlich erscheint.
Es gibt gleich mehrere Erklärungen, die nichts mit einem klassischen neuen Studioalbum zu tun haben. So steht etwa das Konzertfilm-Projekt „Rammstein: Live in Mexico City" in den Startlöchern – eine entsprechende FSK-Freigabe mit Produktionsjahr 2025 deutet darauf hin, dass der Film fertig ist. Gut möglich, dass die registrierten Stücke in diesem Zusammenhang stehen. Genauso denkbar ist eine erweiterte Edition, eine Anthologie oder eine Sammlung, die vor allem ältere und Live-Stücke bündelt und dabei das eine oder andere bislang unveröffentlichte Lied (wie eben „Ramm 4") endlich offiziell verfügbar macht.
Kurz gesagt: Spannend ist das allemal. Aber von einer offiziellen Seite der Band gibt es bislang keine Bestätigung – weder zu neuem Material noch zu einem Nachfolger von „Zeit" (2022). Wer also schon das nächste Album feiert, sollte den Sekt vielleicht noch im Kühlschrank lassen.
Wir bleiben dran.









