
Die Bühne entwarf der Münchner Architekt Florian Wieder (Wieder Design Studio). Vorbild war Fritz Langs Film Metropolis (1927), dazu Anklänge an Steampunk, Blade Runner und Tron. Showdesign und Licht kamen von Patrick Woodroffe und Roland Greil (Woodroffe Bassett Design); die technische Beratung übernahm Jeremy Lloyd (Wonder Works). Produktion und Spezialeffekte verantwortete Nicolai Sabottka.
Im Zentrum steht ein Turm aus schwarzem Stahl, 36 m hoch und 60 m breit, mit rund 45 m² beweglicher Videofläche, fahrbaren Band-Plattformen und Flammeneffekten. Robe und Claypaky geben die Höhe mit 38 m an — je nachdem, ob die Aufbauten mitzählen. Dahinter eine 55 m breite Rückwand: keine Videowand, sondern ein großes Licht-Display, oben eine Plattform auf 12 m für Sky-Tracer und Pyro. Davor zwei eigens gebaute 23 m hohe PA-Türme (1,4 × 1,4 m), ausgelegt für hohe Windlasten.



Die offiziellen Stageco-Daten zur Tour. Hinter jeder Position steht ein Stahlbauer, der seit Jahrzehnten die größten Touren der Welt ausrüstet.
| Zentral-Turm | 36 m hoch · 60 m breit · schwarzer Stageco-Stahl · ≈ 45 m² automatisierte Videoflächen · bewegliche Bandplattformen · Flammeneffekte |
|---|---|
| Turm-Höhe (alternative Angabe) | 38 m — Robe / Claypaky · Differenz aus Aufbauten |
| Rückwand | ca. 55 m breit · keine Videowand · Träger eines Licht-Displays · Platform auf 12 m Höhe für Sky-Tracer + Pyro |
| Downstage-PA-Türme | 2 Stück · 23 m Höhe · 1,4 × 1,4 m Querschnitt · ausgelegt für überdurchschnittliche Windlasten |
| Lighting Pods | 2 Stück · ⌀ 5 m · fahren auf einer Schiene den Turm hoch |
| Bühnen-Canopies | 2× maßgefertigt · transparent · je 4 Säulen · Pyro-Verkabelung integriert |
| Delay-Türme | 4 Stück · im Publikum verteilt · Audio + Video |
| FOH | Regiepodest · komplettes Bühnendeck · alle Plattformen Stageco |
Die Bewegungstechnik kam von WIcreations aus Belgien, mit dem hauseigenen System WIMOTION und SIL3-Positionsüberwachung — dem höchsten Sicherheitslevel, das im Live-Bereich tatsächlich eingesetzt wird. Zwei Geräte tragen die ganze vertikale Bewegung der Show: eine 5 × 9 m große HD-Videowand, die 27 m am Turm auf- und abfährt (windsicher bis 15 m/s), und eine Hebebühne, die alle sechs Bandmitglieder gemeinsam 26 m über die Hauptbühne hebt. Bewegt werden beide von 10 WIHOISTs mit bis zu 0,4 m/s. Für den ersten Aufbau lieferte WIcreations 72 Tonnen Sondertechnik auf 10 Trailern — gebaut in 14 Wochen.


Roland Greil nannte es ein „Rig mit über 1 000 Lampen". Geliefert hat Neg Earth Lights aus London. Die Hersteller nennen jeweils nur ihre eigenen Geräte; zusammengezählt ergeben die Stückzahlen unten die oft zitierten über tausend Scheinwerfer. Programmiert hat Marc Brunkhardt, auf Tour bedient Faren Matern das Pult. Gesteuert wird über 4 grandMA2 full-size und 1 grandMA2 light.















Die ganze Show läuft auf vier grandMA2 full-size plus einer grandMA2 light. Programmiert hat Marc Brunkhardt, auf Tour bedient Faren Matern das Pult. Die Konsolen sprechen über sACN und Art-Net im Tour-Netzwerk mit dem ganzen Rig, inklusive aller Verfolger-Plätze.
Jedes grandMA2 full-size bietet 4 096 Parameter und zwei interne Bildschirme, dazu zwei externe Touchscreens. Alle Pulte sind als Hot-Backup verbunden.
| Hauptkonsolen | 4× grandMA2 full-size |
|---|---|
| Backup / Spot | 1× grandMA2 light |
| Programmer | Marc Brunkhardt |
| On Tour | Faren Matern |
| Netzwerk | sACN · Art-Net · MA-Net2 |

600 Kacheln der hauseigenen 9-mm-Module Solotech / Saco S9 mit Saco-Nano-Processing bilden die 5 × 9 m große HD-Wand, die 27 m am Turm auf- und abfährt. Zugespielt wird über zwei disguise GX2 Pro, gesteuert von einem grandMA2 light, dazu ein Barco ImagePRO als Scaler. Im Solotech-Flypack stecken ein Grass Valley Korona Switcher, ein Ross 32×32 SDI-Router und ein großes Kamerapaket.

Geliefert von SSE Audio (UK) und Solotech — laut SSE die damals größte AVB-Tour des Hauses. Das Audio läuft über Milan AVB, verstärkt von 180 LA12X-Controllern. Am FOH-Pult: Olsen Involtini, Systemtechnik: Andreas Vater, Crew-Chef: Nick Pain mit 10 Technikern. Aufbau 4–6 Stunden, Abbau oft nur 2.







FOH: zwei Avid Venue S6L mit je zwei S6L-32D-Oberflächen, zwei E6L-192-Engines, zwei Waves SoundGrid Server Extreme und zwei Stage-64-Stageboxen. Die Monitorseite ist genauso aufgebaut — so lässt sich bei Bedarf voll umschalten, mit denselben Show-Files. Das Audio-Team: 10 Techniker unter Crew-Chef Nick Pain.

Zuständig war Sabottkas Berliner Firma FFP. Rammstein hat eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung, in der Effekte gebaut und getestet werden. Pro Stadion-Show kommen rund 1 000 Liter Brennstoff zum Einsatz (andere Quellen nennen ~700 l, je nach Show und Venue). Häufig verwendet wird laut Sabottka Lycopodium, ein gelbliches Pulver, das große, gut steuerbare Flammen macht. Je nach Behörde sind null bis rund hundert Feuerwehrleute vor Ort.





Beim US-Lauf 2022 fuhren rund 1 300–1 350 Tonnen Equipment ins Stadion, mit etwa vier Tagen Aufbau pro Venue. Allein die erste WIcreations-Lieferung umfasste 72 Tonnen auf 10 Trailern. Audio-Aufbau: 4–6 Stunden, Abbau oft nur 2.
| Equipment-Gewicht (US-Stadion) | 1 300–1 350 t |
|---|---|
| Aufbauzeit (Stadion) | ≈ 4 Tage |
| WIcreations · Erstlieferung | 72 t · 10 Trailer · in 14 Wochen gebaut |
| Audio-Crew | 10 Techniker · Crew Chief Nick Pain |
| Audio Load-in | 4–6 h |
| Audio Load-out | ≈ 2 h |

Das Grundgerüst — Turm, Videowand, PA-Türme, Lichtkonzept — blieb über die ganze Tour gleich. Auch 2022 kamen weiter L-Acoustics K1, K2, KARA, K1-SB und KS28 plus Avid Venue zum Einsatz. Geändert haben sich vor allem die Setlist (neues Album Zeit) und einzelne Requisiten und Effekte; 2023 fielen einzelne Show-Elemente weg (etwa die „Pussy"-Kanone).
Die Tour lief von 2019 bis 2024 unter dem Namen Stadion-Tour. 2020 und 2021 fiel sie pandemiebedingt aus, ab 2022 ging es zum Album Zeit weiter. Letzte Show: 31. Juli 2024 · Gelsenkirchen, Veltins-Arena.
Die Angaben auf dieser Seite stammen aus offiziellen Aussagen der beteiligten Firmen und aus der internationalen Fachpresse — beschränkt auf das, was wirklich dokumentiert ist. Genaue Gesamtzahlen jeder einzelnen Lampe sind nicht lückenlos veröffentlicht; die Hersteller nennen jeweils nur ihre eigenen Geräte, weshalb sich die Einzelposten zu „über 1 000 Fixtures" addieren, ohne dass jede Position öffentlich gelistet wäre.