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Brynn Route - Keyboard - Till Lindemann
Brynn Route - Till Lindemann
Keyboard

Brynn Route

Keyboard • Till Lindemann

Minnesota

Frühe Jahre und Ausbildung

Brynn Route wuchs in Minnesota auf und entwickelte schon in jungen Jahren eine Leidenschaft für Bewegungskünste. Sie ist eine Pole‑Tänzerin, Kontorsionistin und Keyboarderin, die neben dem Pole Dance auch ausgiebige Erfahrung in Gymnastik, Tanz, Luftakrobatik und Flexibilitätstraining hat. Sie lebt heute in Los Angeles und arbeitet dort als Performerin und Trainerin. Einige Quellen beschreiben, dass sie auf mehr als 18 Jahre kombinierter Erfahrung in Gymnastik, Tanz und anderen Akrobatik‑Disziplinen zurückblickt – ein Hinweis darauf, dass sie ihre Fähigkeiten bereits seit der Jugend systematisch aufbaute (die ursprüngliche Seite von Cleo’s Rock N Pole verweist auf diese Zahl, ist aber im Quelltext nicht vollständig abrufbar).

Karriere als Pole‑Artistin und Kontorsionistin

Seit Beginn der 2010er‑Jahre trat Brynn Route mit verschiedenen Varieté‑Produktionen und Showgruppen auf. 2014 kündigte Tonya Kay’s Pinup Pole Show sie als neues Mitglied an und beschrieb sie als Kontorsionistin, Turnerin und professionelle Tänzerin, die bereits Referenzen bei Kanye West, Bassnectar, der Fernsehserie Friday Night Lights und der Reality‑Show Storage Wars gesammelt hatte. Während der Pinup Pole Show brachte sie ihre Fähigkeiten als elegante Pole‑Artistin in das Retro‑Burlesque‑Ensemble ein.

Bei der Quentin‑Tarantino‑inspirierten Cabaret‑Show „Tarantina“ in Los Angeles verkörperte Route die Figur Nancy Callahan aus Sin City. Das Magazin Burlesque Baby bezeichnete sie als eine „akrobatische Pole‑Sensation“, die die ikonische Stripclub‑Szene aus dem Film auf der Bühne zum Leben erweckt

Brynn Route arbeitete außerdem als Model und Fitness‑Influencerin. Auf verschiedenen Social‑Media‑Kanälen präsentiert sie Yoga‑ und Flexibilitätstutorials und ist Markenbotschafterin für den Pole‑Hersteller X‑Pole (in den Profilen wird sie als X‑Pole‑Athletin beschrieben). Die Bildhauerin Anna Cicone erwähnt Route als Inspirationsquelle und lobt ihren sinnlichen, „spooky“ Ausdruck

Brynn

Zusammenarbeit mit Kat Von D

Ein wichtiger Karriereschritt war die Zusammenarbeit mit der Musikerin Kat Von D. Für deren Debütalbum Love Made Me Do It und die anschließenden Tourneen stellte Von D eine Band zusammen, die neben zwei Synthesizer‑Spielern auch eine Kontorsionistin umfasste. In mehreren Interviews erklärte Von D, dass sie „eine fantastische Kontorsionistin namens Brynn Route“ in der Band habe, die als reine Athletin angesehen werde und für die eigens Songs konzipiert wurden. Von D bezeichnete Route als „pure Athletin“ und verglich sie scherzhaft mit Marilyn Munster. Bei Konzerten führt Brynn Route hypnotische Pole‑Choreografien auf, was Backstage‑Berichte als visuellen Höhepunkt der Show hervorheben; ihre akrobatischen Bewegungen ergänzen die dunklen Synth‑Pop‑Songs. Im Musikvideo „I Am Nothing“ tanzt Route an einer Stange, bedeckt mit rotem Glitzer.

Engagement bei Till Lindemann

Im Oktober 2025 wurde Brynn Route als letztes Mitglied der Live‑Band von Till Lindemann bestätigt. Medien berichteten, dass sie am 27. Oktober 2025 – zwei Tage vor dem Auftakt der Meine Welt–Tour – als neue Keyboarderin der Band vorgestellt wurde. Ihre Berufung erfolgte über einen offiziellen Social‑Media‑Post, in dem sie als Kollaborateurin erwähnt wurde. Am Eröffnungsabend der Tour zeigte sich, dass Gitarrist Danny Lohner auf Gitarre wechselte, während Kristin Kaminski den Bass übernahm und Brynn Route die Keyboards spielte. Damit bringt sie ihre vielseitigen Fähigkeiten – von der klassischen Klavierausbildung bis zu ihren Erfahrungen im Pole‑ und Flexibilitätstraining – in einen neuen Kontext ein und erweitert Lindemanns Stage‑Show um spektakuläre visuelle Elemente.

Stil und Bedeutung

Brynn Route gilt als Grenzgängerin zwischen Tanz, Akrobatik und Musik. Ihr Stil kombiniert das Körperbewusstsein einer Turnerin mit der Eleganz einer Tänzerin und der expressiven Flexibilität einer Kontorsionistin. In Showproduktionen übernimmt sie häufig die Rolle des visuellen Mittelpunktes, der den musikalischen Vortrag ergänzt: Bei Kat Von D und bei Till Lindemann unterstreichen ihre choreografierten Pole‑Bewegungen die dramatische Wirkung der Songs. Medien beschreiben sie als „pure Athletin“ und „akrobatische Pole‑Sensation“, was ihre außergewöhnliche Körperbeherrschung und Ausstrahlung hervorhebt.