

Drums • Rammstein

Wenn Rammstein eine Maschine ist, ist Christoph Schneider der Motor. Er ist das einzige Bandmitglied, das vor der Wende tatsächlich Musik studiert hat. Sein Stil ist weniger verspielt, dafür unfassbar präzise und wuchtig. Er liefert das "Tanzmetall"-Fundament: tanzbare Grooves mit der Härte von Heavy Metal.
Christoph spielte in verschiedenen Bands, darunter die untergrund-relevante Die Firma. Er war schon immer derjenige, der technisch am versiertesten sein wollte. Sein Anspruch an Professionalität half der Band in den Anfangsjahren, diszipliniert zu bleiben.
Seinen Spitznamen "Doom" wählte er in den Anfangstagen der Band, weil das gleichnamige Computerspiel damals extrem populär war und er den Klang des Wortes mochte. Er musste einen Zweitnamen für die GEMA angeben und wählte spontan Doom.
Schneider gilt als das optisch "normalste", aber auch stilbewussteste Mitglied. Musikalisch orientiert er sich an Vorbildern wie Phil Rudd (AC/DC) – er spielt dienlich für den Song, niemals um sich selbst in den Vordergrund zu drängen. Doch wenn er loslegt, wie beim Intro von Sonne oder Deutschland, bebt die Halle.

Schneider spielt riesige Sets mit zwei Bass-Drums, um den treibenden Rhythmus physisch spürbar zu machen. Er nutzt oft elektronische Trigger, um den akustischen Drumsound mit Samples anzufetten, was den typischen industrial Rammstein-Sound erzeugt.
Christoph wird oft als derjenige beschrieben, der am bodenständigsten geblieben ist. In Interviews wirkt er reflektiert und ruhig. Er ist das rhythmische Gewissen der Band, ohne das die Show auseinanderfallen würde.